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Ein Tag warten

24. März 2011

Man kann über Ernest Hemingway denken, was man will. Und wer das jetzt tun möchte, der sollte das ruhig tun. Man kann eine Pause machen, um danach weiter zu lesen, oder gleich zum Buch greifen, um erst mal Hemingway zu nehmen.

Ein klassischer Einstieg ist natürlich „Der alte Mann und das Meer“. Kann man an einem verregneten Nachmittag so weg lesen. Noch verlockender: Der Sieger geht leer aus, 14 Stories. Ein schmales Bändchen mit Kurzgeschichten. Mein absoluter Favorit daraus ist Ein Tag warten.

Bis Väter ihre Kinder verstehen, dauert es manchmal ziemlich lange. Mit einem Tag ist es da häufig nicht getan. Kurzgeschichten sind oft wie Kinnhaken. Wenn die Sache gut plaziert ist, hat man noch lange was davon.

Mit dem Weglesen ist das so eine Sache. Erich Kästner schrieb einmal: Wer gescheit und ohne Eile, läßt sich Zeit und schreibt’s in einer Zeile. Schreiben geschieht immer für Leser. Genau so ist das.

Ernest Hemingway: Der Sieger geht leer aus. rororo, ISBN 3 499 10280 3 (Hoffentlich noch in Bibliotheken und in ordentlichen Antiquariaten.)

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From → Liebe

8 Kommentare
  1. „Kurzgeschichten sind wie Kinnhaken.“
    Genau so ist es.
    Und so muss es auch sein.
    Manche Kurzgeschichten begleiten mich schon Jahre meines Lebens und verursachen immer wieder eine Gänsehaut.
    Zum Beispiel „Wovon wir reden, wenn wir von Liebe reden.“ von Raymond Carver
    LG von Rosie

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    • mickzwo permalink

      Dies habe ich mir jetzt bestellt. Mal sehen.. Danke für den Hinweis. LG, mick

      Gefällt 1 Person

    • mickzwo permalink

      Das mit der Gänsehaut kann ich jetzt nachvollziehen. Ich habe bisher über die Liebe zwischen Mann und Frau gelesen. Aber das Unvermögen Selbstvertändliches zu verstehen und auszudrücken kann man sicherlich übertragen. Mir ging es bei der Geschichte von Hemingway vornehmlich um die Beziehung zwischen Vater und Sohn.

      Vielen Dank nochmal für den Hinweis, diese Geschichten haben auch bei mir einen guten Platz verdient. LG, mick

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  2. Lieber Mick,

    seine Kurzgeschichten haben mich immer am meisten fasziniert. Meine Lieblingsshortstory von ihm: Das Ende von etwas (the End of Something), im rororo Band „In unserer Zeit“. Knapper, lakonischer und unausweichlicher kann man das Ende einer Beziehung und den Beginn einen neuen kaum beschreiben.

    Liebe Grüße

    Achim

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    • mickzwo permalink

      Das Unausweichliche. Irgendwann sieht man etwas am Horizont und plötzlich steht es vor einem. Hat man einen Moment nicht aufgepasst? Wollte man durch Negation etwas umgehen? Schon erstaunlich, wie manche in der Lage sind Dinge auf den Punkt zu bringen.
      Danke für Deinen Hinweis und liebe Grüße, mick.

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Trackbacks & Pingbacks

  1. Wovon wir reden, wenn wir von Liebe reden | Alles mit Links.

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