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Die geheimen Verführer

13. Dezember 2012

Diesen Artikel habe ich schon einmal hier veröffentlicht und zwar am 29.Juli 2011. Das Buch, dass ich hier beschrieben habe ist mir so wichtig, dass ich den Text noch einmal hier zeigen werde:

In den fünfziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts tat die Wirtschaft in Nordamerika das, was sie konnte: sie produzierte. Der Weltkrieg II war gewonnen, die USA wurde vom schlafenden Riesen zur Weltmacht mit einer industriellen Kraft, die alles in den Schatten stellte, was es sonst noch so gab.

Endlich konnte der amerikanische Traum Gestalt annehmen. Im Frieden sollten Güter und somit Glück verteilt werden. Das Geld verdienen konnte also weitergehen. Und genau hier fängt das Dilemma an. Wirtschaften tun ja eher Hausfrauen.

Die amerikanische Hausfrau dieser Zeit brauchte die Waren nun doch nicht so dringend. Im Grunde hatte man alles; sparsam sollte es sein und solide. Die Bosse der Wirtschaft waren etwas verzweifelt. Schließlich hatte man investiert und wollte musste Geld verdienen.

Das Produzieren ging so wunderbar, aber kaum jemand wollte die Sachen haben. So gab es genau zwei Möglichkeiten zum Handeln: entweder Müllhalde (das bedeutete Geld verbrennen) oder Modifikation der Verbraucher (das könnte Geld verdienen bedeuten).

Unternehmer, zumal amerikanische, sind immer dem Geld verdienen gegenüber aufgeschlossen. Man muss ihnen ab und zu nur zeigen wie – und sie dann auch lassen. Die Werbung war längst erfunden, aber das funktionierte eben nicht. Doch alles wegschmeißen?

Vance Packard zeigt in seinem Buch wozu Werbestrategien in der Lage sind, wenn Erkenntnisse der Tiefenpsychologie an Einfluß gewinnen. Warum wir oft Dinge brauchen, die merkwürdigerweise dann auch da sind – gerade noch so erschwinglich für die Zielgruppe. Das Ende des Weltkrieg II markiert den Beginn einer Entwicklung, die sicher noch lange nicht abgeschlossen ist.

Vance Packard, Die geheimen Verführer. Der Griff nach dem Unbewußten in jedermann. UTB 402, 1973 ISBN 3 548 02402 5
Erstausgabe 1957

Dazu passt auch der Roman Toggle aus dem Jahr 2012.
In Antiquariaten, Bibliotheken oder im Handel.

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