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Verbeugung

11. September 2013

Diese Gedanken beziehen sich auf die allesamt wunderbaren Kommentare zu dem Artikel ‚Bloggen‘.

Ein schlechtes Gewissen, das ist die Social-Media-Falle. Tratschen, sich produzieren, Publikum finden. Das ist nicht despektierlich gemeint. So etwas hat es doch schon immer gegeben. Offenbar braucht der Mensch sowas. Sozialer Kitt. Wir können etwas erzählen, aber wir müssen nicht, liebe Peggy. Und darum glaube ich, wir brauchen auch kein schlechtes Gewissen zu haben. Das braucht niemand. Auch nicht, wenn er nichts schreibt. In jedem Fall ist das aber ‚biographisierend‘.

Was Achim und auch Klausbernd schreiben gilt für viele, sicher auch für mich: das Bloggen hilft mir beim Formulieren von Gedanken, die ich ohne ein Gegenüber evtl. nicht, jedenfalls nicht so, hätte. Wichtig ist mir dabei – und Achim vielleicht auch – dass das Gegenüber nach Möglichkeit fremd ist. Die Kapazität spielt natürlich auch eine Rolle. Es muß ja schließlich alles verarbeitet werden. Manchmal geht das sehr schnell, manchem wird dabei schwindelig, weil er Not hat, die Bremse zu betätigen.

Und doch ist ja jeder erstmal bei sich und seiner Umgebung: Bei den Gedanken an ein bestimmtes Buch schüttelt es mich. Aber bei Pagophilia habe ich Zitate daraus gefunden, die ich so nie wahrgenommen habe. Ich bin kurz davor, es erneut zu lesen. – Besser ich warte ab, welche Sätze noch dabei herauskommen. So fällt mir die Entscheidung das Buch noch mal zur Hand zu nehmen wohl leichter 🙂

Das ist doch das Schönste überhaupt: Einen Gedanken zu haben um ihn, mit anderen zu diskutieren. Liebe ist, mit den Fähigkeiten des anderen, etwas Positives zu produzieren. So oder ähnlich hat es wohl Brecht mal gesagt. Das hat ja nichts mit Sex zu tun. Aber vielleicht damit, etwas zu verstehen. Wenn das interlektuell ist, dann möchte ich auch so sein. Sonst doch eher nicht.

Bloggen soll Spaß machen, wie Andrea so schön treffend schreibt. Es ist dieses ‚Geben und Nehmen‘ zwischen manchmal Fremden, das völlig unerwartet und freiwillig passiert. Warten wir also mehr oder weniger geduldig auf Dinas Fotokommentare und was es sonst noch so bei anderen zu entdecken gibt. Es gibt so viele Geschichten und Bilder. Sie alle sind doch erst durch Gedanken zu fassen. Solange wir das verdauen können, ist es gut.

Ich danke Euch für die glänzenden Kommentare und verbeuge mich, sowieso. mick

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From → misc., Sprache

2 Kommentare
  1. Klausbernd permalink

    Lieber Mick,
    ganz herzlichen Dank für deinen Dank an uns Kommentatoren. Das hat gut getan und du hast es so lieb charmant formuliert. Ja, da bleibt mir gar nichts mehr zu sagen übrig, außer: weiterhin frohes Bloggen und ganz liebe Grüße
    Klausbernd 🙂

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  2. Ach Lieber Mick, komm hierher und lasst dich lieb umarmen! ♥ 🙂
    Wenn ich deine Zeilen lese, weiß ich warum ich blogge. So einfach ist das. Und so schwer.

    Für mehr habe ich leider keine Zeit, muss den Koffer zu Auto tragen.
    Juchu, es geht ab nach England und zum Master nach Norfolk! 🙂 Siri und Selma sitzen bereits auf ihre Feensäckchen und quengeln, weil die Großfee am Rechner sitzt. So ist das. Und nicht anders. Solltest du mal in Norfolk unterwegs sein, weißt du wo wir sind. Du bist herzlich willkommen.
    Gute Nacht, Mick -schreib weiter so fein!
    Dina

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