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Ich habe einen Vogel!

15. September 2013

Eine Geschichte über die Freiheit.

Rocky und der sprachbegabte und allerlei Geräusche imitierende Kalle begleiteten sie mit ihren lustigen Eskapaden und machen Mut, sich ihrer Welt zu stellen. Als beide Eichelhäher sich für das freie Leben entscheiden, nimmt sie allen Mut zusammen und tut es ihnen gleich. *

Das ist eine Geschichte ganz nach meinem Geschmack. Eine Perle die mich gefunden hat. Das ‚wie‘ ist so verworren, das glaubt mir ja sowieso keiner. Es soll – auch darum – hier nicht Thema sein.

Ich habe einen Vogel ist ein Plot, auf den viele anspringen: ständig fallen Tiere aus Nestern, werden gefunden und versorgt. Und häufig sterben welche dabei. Flaschenkinder müssen groß gezogen werden. Oft will man etwas beweisen. Nicht selten sich selbst. So auch hier.

Das kenne ich doch, war mein erster Gedanke. Von mir, von anderen. Und so nimmt die Geschichte ihren Lauf. Frau findet Vogelküken. Bald werden es mehr, man hat die üblichen Sorgen und überfordert sich schon mal. Aber letztlich kriegt man eben so die Kurve, mit dem Vogel.

Alles könnte normal sein, wäre da nicht, was? Ein ungutes Gefühl, eine undefinierbare Krankheit. Grübeln, Nachdenken, das Leben und überhaupt. Irgendwie stimmt das Gleichgewicht nicht. Nicht mehr und es beginnt die Selbst-Gewissheit zu bröckeln.

Die Frucht vor den allgegenwärtigen Schmerzen überlagert eine Angst darunter. Solange da keine Selbst-Gewissheit ist.

Alles prüfe der Mensch, sagen die Himmlischen,
Dass er kräftig genährt, danken für Alles lern,
Und verstehe die Freiheit,
Aufzubrechen, wohin er will.
**

So ein kleiner Vogel. Genau. Ein Vogel.

Ein wunderbares Buch, das lohnt in die Hand genommen und gelesen zu werden.

Angela Kurylas: Ich habe einen Vogel! Die Geschichte eines zahmen, wilden Eichelhähers. Isensee Verlag, Oldenburg 2011. ISBN: 978 3 89995 776 1

* aus dem Klappentext, a.a.O.
** Friedrich Hölderlin (1770-1843), hier a.a.O S.81

Weitere Informationen: http://www.erlebnispferdmensch.de/kalle.html

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From → Liebe

4 Kommentare
  1. Das besorge ich mir umgehend!!! 🙂

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  2. mickzwo permalink

    Das ist eine interessante Frage.
    Wenn ich einen guten Gedanken finde, der dann Zeit hat sich auszubreiten, dann bin ich frei. Das kann eine Geschichte in jedweder Form sein, die Erinnerung, Pläne, der Bau irgend eines Schuppens, einen Text schreiben (eine Tätigkeit, also) oder die Konfrontation mit einem Menschen – egal ob da oder nicht da – wenn ich also etwas tue und die Zeit nicht spüre, keine Angst empfinde etwas zu verbaseln, dann bin ich glücklich und somit frei.

    Es gelingt manchmal, bei genauer Betrachtung ziemlich oft sogar. Man hat es nur bedingt in der Hand. So nehme ich es, wie es kommt. Manchmal strenge ich mich sogar an dafür (obwohl es meistens nichts hilft).

    Liebe Grüße, mick.

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  3. Und wo fliegt dein Vögelchen so hin in die FREIheit??HERZlichst ANDREA:))

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  1. Der Bergtourist | Fett/Anthrazit Blog

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