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Liebe ist ein Nashorn

10. März 2014

Omnis amans amens

Da gehe ich so nichtsahnend durch die KiBi und plötzlich springt mich so ein Buch an. Zack, hat man was zu lesen. Es handelt sich um die Geschichte eines ziemlich peinlichen und noch dazu geheimen Brief. Der ist so geheim, das den niemand lesen soll. Und wenn, dann wird schleunigst alles wieder vergessen. Aber so was von! Lea ist verliebt und das zum ersten Mal. Das geht natürlich niemand was an.

Aber alle(!) wollen sie ihren Senf dazu geben. Ungefragt. Und wenn Lea schonmal – also rein zufällig – eine Frage andeutet, kriegt sie so dumme Antworten. Oder wird in Gespräche verwickelt, über damals. Wer braucht denn sowas? Von den Eltern angefangen über den Troll, der sich Bruder nennt, zu den Lehrern alles nur peinlich. Keine Ahnung haben die. Nix wissen die. Nichts. Nur Peinlichkeiten. Überall.

Wieso reden eigentlich immer alle von „Schmetterlingen im Bauch“? Bei mir fühlt es sich eher so an, als würde ein Nashorn, oder nein, eine ganze Herde Nashörner durch meinen Körper jagen. Ihr Getrampel ist nicht gerade angenehm – sie hinterlassen einen Haufen zerwühlter Gefühle und machen mich unfähig, an etwas anderes zu denken als an dich.*

Wir erfahren was über Pinky und die anderen Freundinnen, die Schule … und natürlich über – ach so, das war ja geheim. Der ganz normale Wahnsinn also. Das ist nicht lustig! Und wer hier von normal redet, der weiß nicht, was wirklich peinlich ist. Das sind ganz große Probleme. Genau.

Leistenschneider, Uli und Göntgen, Isabelle: Liebe ist ein Nashorn. Oder: Der längste peinlichste Liebesbrief der Welt. Kosmos 2013 Stuttgart.
ISBN 978 3 440 13356 9

* Ebenda, Klappentext

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From → Liebe

6 Kommentare
  1. Die Verrücktheit, nach der sich jeder nicht Liebende sehnt…

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    • mickzwo permalink

      Abgeklärte Beobachter jeden Alters kommen da sicher ins Schwelgern. Für Betroffene ist das fraglos eine existnetielle Achterbahnfahrt. Brutal und unvermittelt. Man weiß nie, ob das Kassenhäuschen besetzt ist.

      Vielen Dank für die netten Anmerkungen. mick.

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  2. Schöner Titel. Wenn das Nashorn losprescht, dann ist der Würfel wahrlich geworfen (gefallen). Muss man schon ernst nehmen.

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    • mickzwo permalink

      Das ist ernst. Lässt man das Alter, in dem das passiert, ausser Acht könnte man sorgar „Bierenst“ sagen. Die Würfel sind sowas von gefallen…

      Danke für die netten Bemerkungen. mick

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  3. Sehr amüsant!

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