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Die Heintz-Rudolph-Kuntze-Verschwörung – nochmal (4)

2. April 2014

Das Brötchen to go, anunfüsich. *

Kraniche von unten aus dem Auto in der Kurve von Lucas gesehen.

Kraniche von unten aus dem Auto in der Kurve von Lucas gesehen.


Jetzt habe ich gehört, dass Heintz Rudolph Kuntze sein Bruder gar kein Brötchen to go dabei gehabt hat, als er sich in der Stadt verlaufen hatte, weil er dem Brötchen to go mal die Stadt zeigen wollte.

Heintz Rudolph Kuntze sein Bruder, der älter aussieht aber doch der Jüngere ist, war auf dem Weg zur Arbeit, wie jeden Morgen. Werktags versteht sich. Wo der jetzt arbeitet, das weiß ich nicht. Es hat damals auch gar nicht so stark geregnet, als er zur Arbeit fuhr.

Sagt er. Beim Umsteigen, zum Beispiel, hätte es überhaupt nicht geregnet. Kein bisschen hätte es da geregnet. Wenn der Mann, der aussieht wie Heintz Rudolph Kuntze sein Bruder – ob nun der Ältere oder der Jüngere – wirklich ein Brötchen to go bei sich gehabt hätte, es wäre gewiss nicht zermatscht gewesen, selbst wenn er sich in dieser Stadt verlaufen hätte, was jedoch nicht der Fall war – wie so vieles.

Spätestens mit dem aufkeimenden Frühstückshunger hätte der Mann, den man für den jüngeren Bruder von Heintz Rudolph Kuntze gehalten hat, das Brötchen to go doch aufgegessen. Oder etwa nicht?

Aber er hat ja gar kein Brötchen to go dabei gehabt. Folglich konnte der Mann, der Heintz Rudolph Kuntze sein jünerer Bruder sein könnte aber älter wirkt, das Brötchen to go weder gegessen noch zermatscht in der Hand gehalten haben. Alles nur Einbildung!

So etwas sagt allen Ernstes ein Mann zu mir, der abstreitet Heintz Rudolph Kuntze sein jüngerer Bruder zu sein und zu allem Überfluss noch älter aussieht. Ein Mann, der für ein Brötchen to go voriges Jahr eine Stadtführung veranstaltet hat und nun behauptet, das stimme alles gar nicht!?

Was soll man hier eigentlich noch alles glauben?

Dazu dann: Peter Fox, Stadtaffe. Hier zB.: Kopf verloren. CD, 2008. Warner Music.

* Ps.: es heißt an und für sich. Aber das ist wieder eine andere Geschichte. Eine ganz andere Geschichte.

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From → Liebe

10 Kommentare
  1. mickzwo permalink

    Hat dies auf Fett/Anthrazit Blog rebloggt und kommentierte:

    Kraniche fliegen.. schön.

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  2. Ich glaube, ich glaube Ihnen nicht. Es heißt nämlich „anunpfirsich“. Wenn Sie das schon falsch schreiben, wie soll man Ihnen glauben, daß Sie einen Mann sprachen, der abstritt, Heintz Rudolph Kuntze sein jüngerer Bruder zu sein und zu allem Überfluss noch älter aussah?! Brötchen hin oder her. Ungläubige Grüße, Ihre Frau Knobloch.

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    • mickzwo permalink

      Erstens: Der Glaube eines jeden ist respektabel.
      Zwotens: Ich muß Ihren Glauben deswegen noch lange nicht teilen.
      Drittens: Hat es nichts mit Pfirsich zu tun. Es ist auch nicht ‚falsch‘ geschrieben. Es ist lautmalerisch. Mein Vater sagte das gerne so: anunfüsich. Über lange Zeit dachte ich, es habe etwas mit Physik zu tun. Was ja gar nicht so abwegig ist 🙂 Das es vier Worte waren und was es genau bedeutet, habe ich aus Repekt vor der Würde des Vaters, und in Relation zu meiner damaligen, altersbedingten Kleinheit nicht zu fragen gewagt.
      Viertens: Mit der Zeit schwante mir so etwas und ich bekam die wirkliche Bedeutung dieser (und auch anderer Sequenzen heraus, z.B. derisdochstichmattisiert, oddernich‘)
      Fünftens: Soetwas kann man nur lautmalerisch schreiben, damit man es vollkommen genießen kann.
      Sechstens: Diesen Herrn habe ich wirklich so, und auch mehrmals getroffen. Wie der wirklich heißt, weiß ich nicht. Den Rest habe ich von anderen gehört. Einen Rudi durfte ich auch kennen lernen und mit ihm habe ich auch eingehend gesprochen. Ich – wiederum – glaube, sie ähneln sich etwas.
      Siebtens: Heinz Rudolf Kunze habe ich life gesehen und finde ihn auf der Bühne großartig.
      Achtens: Wer glaubt könnte seelig werden. Immer dann z.B., wenn dem das Andere egal ist.

      Vom Häretiker zur Ungläubigen, schöne Grüße und danke für den Kommentar. mick oder ernst, das kann man sich in diesem Falle aussuchen.

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      • Ich glaube, ich häre mal besser auf Sie. Und nehme Sie ernst, Herr Mick.
        Mein Herr Papa sagte immer anunpfirsich und da auf dem Gehöft, an Sonnenmauer, zwo Pfirsichbäume standen, war es mir als Kind vollkommen klar, daß man es auch so schreibt. Ihre Physik war meine Zartfellsamtigfrucht.
        Und ob Sie‘ glauben oder nicht, bei unserer Sippe gab es strittmatterisierte Leute. Pony Pedro war mein ersten Buch von ihm, ich mochte es und verstand nicht, warum andere deswegen strittmatterisiert waren. Ich glaube ja gerne an den Unglauben, weil so vieles im Leben unglaublich ist.
        Ich grüße erneut herzlich, mit Dank für achtfache Antwort.

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        • mickzwo permalink

          Dass Sie so gerne an den Unglauben glauben finde ich genauso schön wie den Begriff ‚Zartfellsamtigfrucht‘. Nur das ist nicht unglaublich, das ist Poesie. Verbeugung!

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  3. Ich glaube ja, diese ganze Umsteigerei ist ein wichtiger Faktor.. Da kommt doch immer wieder der älter wirkende Klon und dieses zermatschte Brötchen ins Spiel. Es ist verwirrend, Sehr verwirrend.

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    • mickzwo permalink

      Das ist auch m. A. nach von eminenter Bedeutung. Ganz zentral. Der Rudi, wie ihn schon mal nenne, wenn ich so unter uns bin. Dies geschieht natürlich nur unter vorgahltener Hand, quasi inkognito. Also, der Heintz Rudolph (sein Bruder) lässt sich aber auch nichts merken. Tut immer so, als ob nichts vorgefallen wäre. Und dabei ist es so offensichtlich.

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      • da macht der sich das ja verdammt einfach, der unter Ihnen Rudi genannte, mit dem nixmerkenlassen – aber zugegeben, das hat ja auch was ausgesprochen befreiendes. so gesehen vielleicht ein verknappter Fühlosofist aus einem Film Noir

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        • mickzwo permalink

          ‚Fühlosofist‘ ist ein wahrhaft großer Begriff. Der wirkliche Rudi ist im Grunde ein netter Mensch, er spricht auch frank und frei mit mir. Zu allem Überfluß sieht er dem, der aussieht als sei er Heintz Rudolph Kuntze sein Bruder, der älter aussieht aber doch der Jüngere ist, ähnlich. Das nehme ich jedenfalls stark an. Wenn ich dem wahren Rudi mal begegne, werde ich ihn Fragen, ob er das Genre ‚Film Noir‘ kennt. Vielleicht bringt dies uns ja etwas weiter…
          Man macht schon was mit.

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