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Die Insel

16. April 2014

jeder zeitraum hat etwas eigenes A. Heller

Wovor flieht dieser Mensch, wonach fragt er, mit wem streitet er, wem antwortet er, warum straft und quält er seine Protagonisten, weshalb sucht er mal Vergessen, mal ein Zeichen von oben? In einem kleinen Prosatext ging ich soweit, meine Persönlichkeit im wortwörtlichen Sinne aufzuspalten: Ein Protagonist verkörperte „mich“, mein vernüftiges Ich, der andere war Künstler, furchtlos bis zur Unvernunft und überschritt auf der Suche nach seiner Individualität zuletzt die Grenzen der Kunst, um vom Leben verschluckt zu werden, womöglich mit fatalem Ausgang für ihn…
Als er begreift, dass meine Ermahnungen, er solle sich keinem Risiko aussetzten und wie alle sein, nichts anderes als die Ansichten eines Spießers sind, verlässt er mich.

Wasilli Golowanow: Die Insel oder die Rechtfertigung des sinnlosen Reisens. Roman, Berlin 2012.
ISBN 978 3 88221 994 4 (hier: S.54)

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From → Liebe, Sprache

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