Skip to content

Nachtrag zu „Chronist der Winde“

21. Februar 2015

Die Sonne schien, da sie keine andere Wahl hatte, auf nichts Neues. S. Beckett

Es gibt vieles, worüber man nachdenken kann. Vieles, was sonderbar ist. (S.189)

Dies ist eines davon:

‚Opixa murima orèva. Mueri wahòkhuwa ori mutokwène, etheneri ehala yàraka‘, sagte er plötzlich.

Ich war erstaunt über seine Worte. Ich erinnerte mich, daß ich einmal eine alte Frau in meinem Dorf dasselbe hatte sagen hören: ‚Der Mond verschwindet, wenn er groß gewesen ist, die Sterne leuchten weiter, obwohl sie klein sind.‘ (S.199)

Oder das:

Meine Geschichte ist zu Ende, und sie beginnt immer wieder von vorn. Zu guter Letzt wird sie wie ein unsichtbarer Ton eingebettet sein im ewigen rauschenden Wind vom Meer. (…) Ich weiß, es ist wahr, was Nelio sagte, daß unsere letzte Hoffnung ist, uns darauf zu besinnen, wer wir sind, daß wir Menschen sind, die niemals über die lauen Winde vom Meer gebieten können, aber vielleicht irgendwann einmal verstehen werden, warum die Winde ewig wehen müssen.

Ich, José Antonio Maria Vaz, ein einsamer Mann auf einem Dach, unter den tropischen Sternenhimmel, habe eine Geschichte zu erzählen … (S.264f)

Henning Mankell: Der Chronist der Winde. dtv München 2002.
ISBN 3 423 12964 6

Advertisements

From → Liebe

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: