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Der Marsianer

11. Januar 2016

Gibt es was Neues vom Mars?

Ich bin kein Fremder auf dem Mars. Ich bin schon lange hier. Bis zum heutigen Tag war ich jedoch noch nie außer Sichtweite der Wohnkuppel. (S.111)

Der Marsianer ist Mark Watney, Mitglied von Ares 3. So wurde die vorzeitig abgebrochene, bemannte Expedition zum Planeten Mars genannt. Bei einem Sturm, der Auslöser für dem Abbruch und für alles darauffolgende war, wurde Mark verletzt, für tot gehalten und konnte auch nicht geborgen werden.

Es mußte dramatisch gewesen sein. Für den Rest der Crew ging es um Minuten.

Ich bin so was von im Arsch. Das ist meine wohlüberlegte Meinung. Im Arsch. (S.9) So beginnt er seinen ersten Logbucheintrag. Es ist der sechste Marstag: Ich bin an Sol 6 gestorben. Die anderen Crewmitglieder dachten dies sicherlich, und das kann ich ihnen nicht zum Vorwurf machen. (S.9)

Für Mark beginnt ein Kampf ums Überleben nach der Deviese: Du hast keine Chance, darum nutze sie! * Auf jeden Fall macht sich der Astronaut sofort auf die Suche nach technischen Möglichkeiten, die Frist zum Überleben zu verlängern. Er macht einen guten Job und wird fündig.

Mit den Sterben beschäftigt er sich erstmal nicht. Er hat wichtigeres zu tun. Solange keine größeren Rückschläge kommen oder langweiliges Warten ansteht, funktioniert das.

Am Schlimmsten ist die unbeschreibliche Einsamkeit dieses Menschen; seine Verlassenheit und diese Abgeschnittenheit.

Vielleicht gibt es ja neue Informationen über den Planeten Mars. Vor den naturwissenschaftlichen Überlegungen habe ich allerdings schnell kapituliert. So weit, so schlecht.

Der Mars ist lebensfeindlich. Zumindest dessen Oberfläche; man würde dort ohne technologische Hilfe schnell sterben.

Das wissen auch die Mitarbeiter der NASA. Die zeichnen nämlich in diesem Roman für die Aktion verantwortlich. Als sie dann, mehr durch Zufall, vom Überleben des vermissten Astronauten erfahren, kommt nach kurzer Irritation eine gigantische Hilfsaktion ans Rollen. Auf den ersten Blick scheint alles zu funktionieren…

Zumindest weiß ich jetzt mehr darüber, wovor die Menschen – wo immer sie auch sind – Angst haben (könnten). Ein Bestseller. Soviel steht schonmal fest.

* Ein Spontispruch aus den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts. (Mark Watney war sicherlich auf weite Strecken so gestrickt.)

Andy Weir: Der Marsianer. Roman, 7. Auflage 2014. Heyne-verlag, München.
ISBN 978 3 453 31583 9
Aus dem Amerikanischen von Jürgen Langowski.

Im Handel sowie in guten, öffentlichen Bibliotheken.

Ps.:** Dies musste ich auch noch los werden (ist off-topic und ganz lange her, ganz lange- also für mich).
„Als martian packet (deutsch etwa: „Datenpaket vom Mars“, „eines Marsianers Datenpaket“) oder kurz martian (Marsianer, Marsmensch) werden Datenpakete genannt, deren Quell-Adresse in dem Netz, in dem sie beobachtet wurden, nicht routbar ist. Die Bezeichnung leitet sich von dem Umstand ab, dass dieses Datenpaket (aus Sicht des Beobachters) „nicht von hier“ stammen kann oder anders gesagt: Es gibt keine Anzeichen, dass das Paket von dieser (unserer) Welt kommt. Nahe liegend ist – diesem Gedankengang folgend – die Vermutung, es komme vom Mars.“ Aus https://de.wikipedia.org/wiki/Martian_Packet

Angeregt, dieses Buch zu lesen, hat mich die ausführliche Besprechung auf dem Blog Binge Reading & More.

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From → Liebe, Sprache

6 Kommentare
  1. Den Film habe ich neulich gesehen. Ein solider Film, gute Unterhaltung. Viel mehr aber nicht (für mich), so aufwändig die Machart auch ist. Das Buch habe ich nicht gelesen, stelle es mir aber spannend, packend vor. Meistens sind die Bücher, so abgedroschen es auch klingen mag, ja weitaus fesselnder als die Verfilmungen.

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    • mickzwo permalink

      Hallo nicolas,

      es ist mir selten vorgekommen, dass ich Filme besser fand als oder gleichwertig zu Bücher/n. (Das ist ja ein ganz komischer Satz!) Was ich damit meine ist: Filme berücksichtigen oft nur einen Aspekt der Geschichte. Manchmal sind es auch zwei. Dann wird es aber schon eng. Schon rein zeitlich. Das riecht dann immer gleich nach verzetteln (oft ist das ja auch so). Manche der – wie ich finde – guten Filme habe ich gesehen und auch z.T. besprochen. Den von Dir erwähnten Film werde ich wohl nicht sehen. Schlicht aus dem Grund, ich gehe nicht mehr sooft ins Kino 😦
      Dein Kommentar macht mir die Sache etwas leichter.
      Danke dafür. mick

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  2. mickzwo permalink

    Major Tom darf hier natürlich nicht fehlen ( s.a.https://de.wikipedia.org/wiki/Major_Tom ).
    David Bowie, bürgerlich David Robert Jones (* 8. Januar 1947 in Brixton, London; † 10. Januar 2016 in New York City), war ein britischer Musiker, Sänger, Produzent, Schauspieler und Maler. Bowie, der mehr als 140 Millionen Tonträger verkauft hat, gilt als einer der einflussreichsten Musiker der jüngeren Musikgeschichte. ( aus: https://de.wikipedia.org/wiki/David_Bowie )
    Machen Sie es gut, David Bowie!

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  3. Vielen Dank fürs Verlinken und jetzt weiß ich auch was ein martian packet ist 🙂

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    • mickzwo permalink

      Es ist, wie gesagt, schon sehr lange her, dass ich damit konfrontiert war. Ob ich es damals tatsächlich brauchte, ich weiß es nicht einmal. Aber es hat mich doch schon sehr beeindruckt. Eindruck verlangt eben nach Ausdruck 🙂

      Gefällt 1 Person

Trackbacks & Pingbacks

  1. [Alles mit links] Der Marsianer – #Literatur

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