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Fuchs und Bär

4. April 2016

Kam einst ein Fuchs vom Dorfe her,
früh in der Morgenstunde,
und trug ein Huhn im Munde;
und es begegnet‘ ihm ein Bär.
„Ah! Guten Morgen, gnädiger Herr!
Ich bringe hier ein Huhn für Sie;
Ihro Gnaden promenieren ziemlich früh,
wo geht die Reise hin?“
„Was heißest du mich gnädig, Vieh!
Wer sagt dir, dass ich’s bin?“
„Sah Dero Zahn, wenn ich es sagen darf,
und Dero Zahn ist lang und scharf.“

Matthias Claudius; geboren: 15. August 1740 in Reinfeld (Holstein), gestorben: 21. Januar 1815 in Hamburg.

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From → Liebe, misc., Sprache

5 Kommentare
  1. Graugans permalink

    Herzlichen Dank für dieses wunderbare Gedicht, lieber Mick, ich kannte es noch nicht und liebe es auf der Stelle! Viele Grüsse!

    Gefällt mir

  2. Unnachahmlich gut.

    Gefällt 1 Person

Trackbacks & Pingbacks

  1. [Alles mit links] Fuchs und Bär – #Literatur

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