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Erkundungen III

30. Juni 2016

(…)“von der Geltung, die der Glaube auch im Zweifel noch behält“ *

Wenn man das Inhaltsverzeichnis zur Kenntnis nimmt, lässt sich erahnen, das sich hier einer wirklich dicke Bretter vorgenommen hat. Er will sie bohren. Erkunden. Es hat sich aber gezeigt, mal eben geht das nicht!

Entweder es ist dürftig, wird in Beliebigkeiten ausfransen oder es ist sehr komprimiert. Das letztere scheint mir hier der Fall zu sein.


Vorwort 7

Leben mit der Geschichte
  Erinnern und Vergessen 11
  Die Kultur des Denunziatorischen 34

Moralische Herausforderungen
  „Das Moralische versteht sich von selbst“ 63
  Der Verrat 89
  Das Opfer des Lebens 121
  Die Zukunft der Verantwortung 143

Rechtliche Verpflichtungen
  Jurist sein 169
  Die Objektivität des Rechts und die Subjektivität der Richter 190
  Abschied von der Dogmatik 208
   Die Würde in vitro 230

Glaube und Zweifel
  Die Freiheit des Christen 241
  Gutes tun und Freude teilen 250
  Versöhnung mit der Vergänglichkeit 262

Editorische Nachweise 273

Es bietet tatsächlich allem Raum für eigene Gedanken. Oft habe ich gedacht, ich könnte hier oder da stoppen, das Lesen einstellen, um mich Vergnüglicherem zu zuwenden. Pustekuchen.

Plötzlich kam da wieder noch so ein Gedanke auf mich zu. Eine unmöglich zu ignorierende Wendung, ein neuer Aspekt, der mich trieb weiter zu lesen. Nein, es war mir nicht möglich dieses Buch an die Seite zu legen. Grandios.

„Dieser Band handelt von der Pflicht zu erinnern, dem Recht zu vergessen und der Wende unserer Erinnerungskultur zu einer Kultur des Denunziatorischen; von dem Moralischen, das sich von sich selbst versteht, und von Verrat, dem Opfer des Lebens und der Zukunft der Verantwortung als moralischen Herausforderungen; davon was es bedeutet Jurist und Richter zu sein, und wie sich die Verpflichtung aus das Recht verändert; und schließlich von der Geltung, die der Glaube auch im Zweifel noch behält“ *

Vorsicht! Dieses Buch nicht lesen. Suchtgefahr!

Bernhard Schlink: Erkundungen zu Geschichte, Moral, Recht und Glauben. Diogenes 2015. ISBN 978 3 257 06936 5

* Ebendort S.7

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From → Sprache

3 Kommentare
  1. Graugans permalink

    Uiuiui! Dieses Buch wird immer dringlicher, scheint mir, nicht allein wegen der „Versöhnung mit dem Vergänglichen“, ich denke, da werde ich ganz schön kauen müssen…macht aber nix, lieber hinauf- als hinunterlesen, verstehst mich? Herzlichen Dank, lieber Mick für diese wundervollen Texte zum Buch und viele Grüße…komm leider mit´m Lesen nicht nach!

    Gefällt 1 Person

  2. Toller Beitrag!

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Trackbacks & Pingbacks

  1. [Alles mit links] Erkundungen III – #Literatur

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