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Befreiung vom Überfluss

16. Oktober 2016

Brief an einen

„He“, sagte Bobby, „ihr wißt, das könnte echt schlimmes Zeug sein. Krebserregend oder so.“ – „Nun geil dich mal ab, Alter“, riet ihm der kleine Junge, der als erster heruntergekommen war, während die anderen den Haken losrüttelten, das Seil aufrollten und den Kanister um den Container herum außer Sicht schleppten. [I]

Den Jungen wird die Information des Älteren zur Altklugheit. Wenn alles zu Müll geworden ist, dann auch die Informationen über Müll; nur das diese nun dessen wertlosestes Genre darstellen. [II]

Ach, mein Lieber,
danke vielmals für die Brille. Ich hätte es nicht für möglich gehalten aber der Verlust machte sich dann doch bemerkbar.

Die Tour mit dem Fahrrad habe ich genossen.
Sie war etwas kurz
aber schön.
De nada.

Was ich da nun höre,
sind ja reizende Aussichten!
Die Marmelade holen wir uns.
Und die Malerei der Kleinen?
Ist das der Natur
nachempfunden oder
war das die Erinnerung
an ein Bilderbuch
oder so?
Egal, sie tritt
damit in die Fußstapfen von S. 🙂
Großartig!

Ich habe die Karte mit dem Bild gleich als Lesezeichen in eines der Bücher getan, die Du mir geschickt hast. Es ist das zweite Buch, ich habe gerade angefangen es zu lesen. So kann ich in den Pausen immer das Bild der Malerin
bewundern.

Wiederverwertung: Das erste Buch findet man in der Bibliothek, seit 2013. Etwa solange, wie es das Buch gibt. Du kannst also davon ausgehen, das mir die Thematik in etwa geläufig ist. Den zweiten Titel habe ich angefangen zu lesen. Das ist sehr anregend. ‚Befreiung vom Überfluss‘ erinnert so ein wenig an Epikur: ‚Von der Überwindung der Angst‘. Auch nicht neu aber gut, jedenfalls für mich.

Und dann bin ich auch furchtbar Loyal- allen und allem gegenüber. So etwas beißt sich manchmal. Da kommt man schon mal ins Schlingern. Das sieht dann schon beliebig aus. Ist es aber nicht. Wird schon.

Im Übrigen handele ich nach der Devise: Dein Hof, Deine Regeln – mein Hof, meine Regeln.

Zweiter Teil:

Das Buch, das mich so an Epikur erinnerte ist ausgelesen. Oft schwierig, letztlich für mich nachvollziehbar und sehr beeindruckend. Danke.

Plündernde Lebensstile erweisen sich überdies als ansteckend. S.53

Da ist schon was Wahres dran. Am Interessantesten für mich war Die Mär vom grünen Wachstum. S.73ff Auch das Unter-Kapitel Verlagerung ökologischer Probleme. Ab S.81 ..besonders aber die Seite 92, die ich unter die Überschrift stellen würde Glauben heißt nicht Wissen.

Das soll jetzt keine abschließende Beurteilung sein. Für Ernüchterung sorgt der Autor selbst; etwa ab Seite 97 komme ich unweigerlich an den Punkt, dass Nichtstun nur noch helfen kann.

In seinem Fazit schreibt er unter anderem: Eine Beantwortung steht zunächst unter dem Vorbehalt, dass empfundenes Glück wohl auch eine Interpretationsleistung ist. S.146

Man muss die Menschen von dem Weg überzeugen. Auch durch Vorteile, die sie dadurch haben – die Langfristigkeit ist da eine besondere Herausforderung.

Der größte Fehler den ich begangen habe – und den ich immer wieder von Neuem begehe – ist, mich nicht wiederholen zu wollen. Möglich, das ich es einfach nicht verstehe. Bis ich merke, was so um mich vorgeht, das kann dauern.

Oft habe ich so die Rücklichter des Zuges gesehen.

Da hilft dann auch kein erhobener Zeigefinger. Die Menschen interpretieren. Das ist kein Selbstläufer. Für Paech scheint aber eins klar zu sein: Das Problem ist erst einmal die Zeit. [III] Dann handwerkliches Geschick und – nicht zuletzt – soziale Kompetenz.

Alles Liebe Dir und den Deinen!!! Bis bald. P.

Niko Paech: Befreiung vom Überfluss. Auf dem Weg in die Postwachstumsökonomie. [IV]
oekom Verlag. München 2012. Hier: 8.Auflage 2015. ISBN 978 3 86581 181 3

PS.: Warum bin ich so Fröhlich? [V]
__________________________________________________________________________________

[I] William Gibson, Biochips, München 1988, S.55ff. (Zitat nach: Das Müll-System, S. 298)
[II] Das Müll-System, S. 298
[III] H. van Veen (Video auf Youtube)
[IV] Vortrag N. Paech (Video auf Youtube)
[V] H. van Veen (Video auf Youtube)

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From → Liebe, Sprache

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