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Kleiner Rat für Damokles

1. November 2016

Schau prüfend deckenwärts!
Die Nähe des möglichen Schadens
liegt nicht in der Schärfe des Schwerts,
vielmehr in der dünne des Fadens.
*

Es geht hier um Mustererkennung **

25. März 2012 – Toggle

Eindeutigkeiten zu vermeiden ist die größte Kunst des gelungenen Geschäfts.(S.300)

Ideen, die einmal in der Welt sind, können nicht mehr rückgängig gemacht werden. Verbieten kann man sie, unterdrücken auch. Aber irgendwo tauchen sie immer wieder auf.

Und so beginnt unsere Geschichte erstmal im Frankreich des 18. Jahrhunderts. Es war das gesellschaftliche Zentrum der damaligen Welt. Die Diskussion, die dort geführt wurde, ist heute aktueller denn je.

Was ist ein Mensch wert? Wie wird das ermittelt und von wem? Wonach soll sich also unser aller (Zusammen-)Leben richten? Manche befinden sich auf der Sonnenseite dieses Lebens, während andere eher unbeachtet ein Schattendasein führen oder noch viel Schlimmeres.

Die Gesellschaft und das Wohlergehen ihrer Bewohner sind Kern der Überlegungen. Vordergründig regt das nur eine Minderheit auf, obwohl es quer durch Gesellschaften geht. Heute wie damals ist die globale Welt nicht wirkungslos. Langweilig ist das schon gar nicht.

Du bist immer drin, wenn du mal drin warst. Es gibt keine Vergangenheit, die sich von der Gegenwart trennen lässt.(S. 213) Wir haben hier wohl so etwas wie einen roten Faden in der Geschichte.

Platon würde sich gewiß vor Freude auf die Schenkel klopfen. Die Absicht hinter der Absicht ist oft so entwaffnend einfach. Es geht um Macht und Kontrolle. Damit ist auch die Lizenz zum Gelddrucken verbunden.

Sie gilt es zu sichern, und zwar für die richtigen(!) Menschen. Wie erkennt man die Absicht hinter der Absicht? Mit Mustererkennung beginnt es.

Toggle ist eine handfeste Realsatire Sehr modern, sehr aktuell und, wie es sich für ordentliche Satiren gehört, sehr politisch. und die ist fast eingeholt von der sog. Realität.

Zur Vertiefung empfehle ich Vance Packard: Die geheimen Verführer oder auch Vermeers Hut, geschrieben von dem Kunsthistoriker Timothy Brook. Ferner bei Wikipedia den Artikel zu Baron de Montesquieu.

Florian Felix Weyh: Toggle. Roman 2012. Galiani, Berlin. ISBN 978 3 86971 041 9
In guten Bibliotheken und im Handel.

Man kann es auch so sagen:
Mord und Totschlag
Denkt ans fünfte Gebot:
Schlagt eure Zeit nicht tot!
***

* Erich Kästner: Wer nicht hören will, muß lesen. Eine Auswahl. Fischer TB Nr. 1211, Frankfurt 1971. ISBN 3 436 01410 9 S. 104
** Enzyklopedia Wikipeda (deutsch)
*** Erich Kästner: „…was nicht in euren Lesebüchern steht“. Fischer TB Nr. 875, Frankfurt 1972. ISBN 3 436 00866 4. S. 131. Herausgegeben von Wilhelm Rausch.

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From → Liebe, Sprache

3 Kommentare
  1. „Toggle“ ist ohne alles schon ein tolles Wort, rein vom Anschauen und Sagen her…

    Gefällt mir

    • mickzwo permalink

      Es bietet sich nahezu an.

      Das Übersetzungsportal der Uni München ‚Leo.org‘ bietet u.a. folgende Übersetzungen an, als Substantiv:
      toggle der Umschalter Pl.: die Umschalter
      aber auch als Verb:
      to toggle | toggled, toggled | festknebeln | knebelte fest, festgeknebelt |
      to toggle | toggled, toggled | umschalten | schaltete um, umgeschaltet |

      LG, mick

      Gefällt 1 Person

Trackbacks & Pingbacks

  1. [Alles mit links] Kleiner Rat für Damokles – #Literatur

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