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Zivilisierte Verachtung

4. Februar 2017

Der Untertitel lautet: Eine Anleitung zur Verteidigung unserer Freiheit.

Alles mit Links.

Ein Vierteljahrhundert nach dem Mauerfall ist klar, dass das Ende der Geschichte weiterhin auf sich warten lässt.

Stattdessen wirft ein anderes Ereignis aus dem Jahr 1989 lange Schatten: 26 Jahre nach der Fatwa gegen Salman Rushdie stellt uns der Anschlag auf das Satiremagazin Charlie Hebdo einmal mehr vor die Frage, wie der Westen selbstbewusst für seine Werte eintreten kann – ob nun gegen Fundamentalisten, Populisten oder die antiwestliche Rhetorik eines Wladimir Putin.

Während viele Linke und Liberale durch die Logik der politischen Korrektheit gleichsam gelähmt sind, schwingen sich Figuren wie Marine le Pen und Bewegungen wie Pegida zu Verteidigern des Abendlandes auf. In dieser Situation plädiert Carlo Strenger für eine Haltung der zivilisierten Verachtung, mit der das aufklärerische Toleranzprinzip wieder vom Kopf auf die Füße gestellt wird:

Anstatt jede Glaubens- und Lebensform zu respektieren und diskursiv mit Samthandschuhen anzufassen, müssen wir uns daran erinnern, dass nichts und niemand gegen wohlbegründete…

Ursprünglichen Post anzeigen 302 weitere Wörter

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4 Kommentare
  1. … rüde oder nicht Worte klären mitunter… es sind keine Bomben… wer ist es Der, der Worten nicht mit Worten begegnen kann… ein Ehemann der schlägt… war die Frau zu provokativ und nicht devot genug…

    Gefällt 1 Person

  2. Dennoch, ganz unpolitisch, aber wegen der rüden Art und Weise, Meinungen zu äussern, empfinde ich „Charlie Hebdo“, ganz gleich welchen – wenn tatsächlich anerkennenswerten – Absichten das Magazin folgt, als eine ungute Erscheinung in der Medienlandschaft und begrüsse es in Deutschland überhaupt nicht als Bereicherung der Medienlandschaft.
    So sollte niemand auf der Welt mit anderen umgehen.
    Nur weil es daraufhin zu tätlichen, mörderischen Aktionen kam, wird das Satiremagazin in meinen Augen nicht moralisch aufgewertet, ich denke, das sollte man schon auseinanderhalten.

    Gefällt 1 Person

    • mickzwo permalink

      Was das Satiremagazin anbelangt, bin ich ganz bei Dir und wenn ich den Autor der Studie richtig verstanden habe, ist er es auch. Nur, was tun angesichts der mörderischen Aktionen? Zivilisiert etwas zu verachten heißt nicht unpolitisch sein. Und es bedeutet auch nicht, sich etwas leicht zu machen.

      Gefällt 1 Person

Trackbacks & Pingbacks

  1. [Alles mit links] Zivilisierte Verachtung – #Literatur

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