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Die Insel der Besonderen Kinder

8. Mai 2017

Angst machen kann jeder, Angst nehmen nicht.

Manche Großväter lesen ihren Enkeln Märchen vor – doch was Jacob von seinem hörte, war etwas ganz, ganz anderes: Abraham erzählte ihm von einer Insel, auf der merkwürdige Kinder mit besonderen Fähigkeiten leben – und von den Monstern, die auf der Suche nach ihnen sind. Inzwischen ist Jacob fast erwachsen und glaubt nicht mehr an die wunderbaren Schauergeschichten. Bis zu jenem Tag, an dem sein Großvater unter mysteriösen Umständen stirbt… *

Ich fürchte, das wird grauselig. Nicht so meine Kragenweite. Mal sehen.

Angst haben geht ja schnell. Da genügen schon einige Zufälle und/oder sonstige Unachtsamkeiten. Wer bewußt Ängste schürt, führt immer böses im Schilde. Er hat etwas vor. (Und sei es nur Handel treiben.) Mit uns, zu dem: kaum Gutes. Die erste Aufgabe ist nicht den Kopf einzuziehen. Die erste Aufgabe ist es, zu überlegen, was der Grund dieser Angst ist und wer sie verursacht hat. Wenn dazu professionelle Hilfe nötig ist, nur zu. Der Sage nach konnte sich Münchhausen an seinem eigenen Schopf aus dem Sumpf befreien. Eine Sage eben. Zu aller erst gilt: sich zu ängstigen ist keine Schande. Schändlich ist es nur, sein Leben danach aus zu richten.

Denn man lebt nicht, man existiert nur. Angst- oder sonstige Hasen wissen was gemeint ist. Übrigens Hasen, als höhere Säugetiere, sind oft sehr mutig. Sie haben ein falsches Image. Sie gelten als Opfer. Vorsicht ist aber keine Angst.

In dieser Geschichte ist unser Enkel auch nicht ängstlich. Bislang geht er recht unvoreingenommen an die Sache heran. Er kann sehr wohl beurteilen, wann es ratsam ist ein Geheimnis ein Geheimnis sein zu lassen aber auch, wann er damit um die berühmte Ecke kommt und bei wem.

Als ich noch ein Kind war, bedeuteten Grandpa Portmans fantastische Geschichten, dass es möglich war, ein Leben voller Magie zu führen. Selbst als ich aufgehört hatte, ihm zu glauben, umgab ihn noch etwas Geheimnisvolles. Er hatte schreckliches Durchgemacht, die schlimmsten Seiten des Menschen gesehen, und sein Leben wurde bis zur Unkenntlichkeit zerstört. Aber aus alldem ging er als ehrenwerter, guter und tapferer Mensch hervor – ‚das‘ war magisch. Ich konnte also nicht glauben, dass er ein Lügner, Betrüger und schlechter Vater gewesen sein sollte. S.108

Randsom Riggs: Die Insel der Besonderen Kinder. Roman. Vollständige Taschenbuchausgabe 2013. ISBN 978 3 426 51057 5

* Text auf dem Umschlag, hinten.

Und so kam es, dass jemand, der sehr anfällig für Alpträume, Nachtangst, Untote und eingebildete Wesen, sich dazu überredete, ein letztes Mal ein verlassenes Geisterhaus aufzusuchen, in dem mehr als ein Dutzend Kinder ihr frühes Ende fanden. S.122

Wie gesagt, es ist nicht so ganz meine Kragenweite. Trotzdem.

Wer jetzt genaueres wissen will, der könnte hier noch nachsehen, ein sehr bemerkenswerter Artikel!

Von Interessen und Wahrnehmungen passt, glaube ich, ganz gut dazu.
Dies auch: Haben oder Sein.

Man könnte jetzt aber auch ein Video von Peter Gabriel ansehen.

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From → Liebe, misc.

5 Kommentare
  1. Danke Mick. Für mich habe ich folgendes entdeckt: „Angst ist ein guter Ratgeber doch ein schlechter Begleiter“, das finde ich passend zu deinem Buchtipp, darum werd ich’s wohl lesen.

    Gefällt 2 Personen

    • mickzwo permalink

      Das ist ein gutes Wort. Man sollte schon seine Ängste wahrnehmen. Als Begleiter finde ich die Angst echt Unterirdisch. Viel Spaß beim Lesen. mick.

      Gefällt 2 Personen

      • Hm, tja, was soll man sagen? Erstmal Danke, dass Du doch tapfer versucht hast, das Buc h zu besprechen

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        • mickzwo permalink

          Es hat mir echt Mühe bereitet, dieses Buch durchzulesen. Besonders zum Ende wurde es grauselig. Ich habe es zwar nicht bereut, aber ich kann Dich gut verstehen.

          Ps.: Ich bilde mir nicht ein, Buchbesprechungen abzugeben. Ich möchte lediglich herausfinden, was so ein Titel mit mir macht.

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    • Das ist Wohl auch mein Satz. Aber mein Schluss daraus ist: ich werde das Buch nicht lesen.
      Liebe Grüße
      Kai

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