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Tschüss, Herr Willemsen

Alles mit Links.

Diesen Artikel habe ich schon zweimal veröffentlicht. Jetzt fällt es mir schwer aber ich glaube, das bin ich ihm irgendwie schuldig. Oder mir. Wem auch immer. Eigentlich ist es auch egal.

Ich habe diesen Menschen weder kennen gelernt noch habe ich ihn besonders gemocht – wenn das hier statthaft ist. Sehr spät habe ich herausgefunden, dass ich ihn bewundere.

Für mich war er das, was man wohl einen kultivierten Menschen nennt. Für einen guten Beobachter habe ich ihn dann gehalten und an seinen Formulierungen konnte ich mich ganz wunderbar erfreuen. Nun ist er tot. Seit gestern. Mist.

Momentum (2)
6. April 2014

Dieses Buch habe ich mir zu Weihnachten selbst geschenkt. Solches habe ich von meinem großen Bruder gelernt, damals neunzehnachtundsechig. Er war da sehr groß für mich. Zu seinem Geburtstag schenkte er sich Sgt. Peppers Lonely Hearts Club Band.

Er hat die Platte mir dann bei seinem Fortgang vermacht…

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Der Knacks

Alles mit Links.

Ich hatte eigentlich ein wunderschönes Leben. Leider habe ich es zu spät gemerkt. *

Er kommt schleichend. Unbemerkt. Aber er kommt. Dann ist er da und bleibt. Versucht sich einzurichten. Klebt etwas. Will nicht gehen. Beinahe könnte man meinen, er macht es sich gemütlich. So anhänglich ist er.

Menschen arbeiten, Menschen werben umeinander. Die Erfüllung im Beruf zu suchen ist wie Heiraten, um die Liebe zu finden. Und so werden Ehepaare daraus. Erst bedeckt sie der Mehltau der Gewohnheit, dann die Taubheit der Routine, dann der Panzer der Enttäuschung, schließlich verkappen sie sich in der Rüstung der Bitterkeit. Und es muss nur einer kommen… (S.79)

So ein Knacks kann jeden erwischen. Jedes Alter und jedes Geschlecht kann es treffen. Folgt man dem Autor bei seiner Reise durch diese Welt lernt man vieles kennen, und trifft auf manches das bestürzt.

Die wichtigsten Dinge erschließen sich retrospektiv, sind unbemerkt ins Leben gekommen…

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Nur zur Ansicht

Alles mit Links.

Diesen Autor kannte ich nur aus dem Fernsehen. Er war mir wirklich unsympathisch. Zu feingliedrig, zu intellektuell. Immer unaufgeregt, pointiert… Dabei eloquent und gepflegt. Schwiegermütter mögen so etwas.

Dann hatte ich den Titel in der Hand: Nur zur Ansicht. Möglicherweise hat sich den ja auch ein Lektor oder eine Lektorin ausgedacht. Aber: wer sich so versonnen neben einen Feuerlöscher setzen kann um einen Gedanken auf zu schreiben, der muss Humor haben. Der ist feingliedrig – intellektuell, unaufgeregt, und pointiert… Ob der sich die Worte ausdenkt oder sie einfach nur zur Verfügung hat? Er benutzt sie eher beiläufig. Dabei entstehen Geschichten, die manchmal abseitig sind und oft im wahrsten Sinne des Wortes merkwürdig. Von Interesse für mich waren sie immer.*

Zu einem Geburtstag habe ich eine Postkarte mit einem Spruch von Stanislaw Jerzy Lec bekommen: Hinter jeder Ecke lauern ein paar Richtungen. Jedes Buch bekommt das Lesezeichen, das es…

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Martin Luther & Thomas Münzer. (War mal: Das digitale Debakel)

Man vergisst oft das Staunen. Und am Ende ist man fassungslos.

Fett/Anthrazit Blog

31. Januar 2016

Wenn du dich in einer Situation wiederfindest, wo du deine Versprechen nicht einhalten kannst, das nennt man wohl einen Albtraum.

Das Internet vernichtet Arbeitsplätze, unterbindet den Wettbewerb und befördert Intoleranz und Voyeurismus. Es ist kein Ort der Freiheit. *

Das ist eine ziemlich starke Dröhnung, die wir da verpasst bekommen. Von Freiheit und Überwachung wird die Rede sein. Wie leicht man abhängig wird, obwohl man immer glaubt ungeschoren davon zu kommen. Die Schere zwischen Armen und Reichen wird ebenso thematisiert wie die Frage, wo denn der Mitte einer Gesellschaft geblieben ist.

Das gute alte Internet ist so allmählich ins Gerede gekommen. Und nichts geschieht zufällig, wie mir scheint. So lese ich zur Zeit Das digitale Debakel von Andrew Keen. Das Buch war plötzlich in der Bibliothek und es ist mir dort ins Auge gefallen.

Mit schon fast literarischer Qualität beschreibt sein Autor hier, wie es dazu kam…

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Krokus ####

Das Leben ist schön

Irgendwo habe ich gelesen, die haben alles richtig gemacht. Stimmt wohl. Die CD habe ich mehrmals zwanzig mal gehört in den letzten Jahren. Immer noch nicht langweilig. Wird immer noch besser.

Sie handelt von Verirrung und Finden, vom Loslassen und vorsichtigem und/oder auch berherztem Zupacken. Melancholie und Aufbruch – alles da. Musik vom Feinsten mit bedenkenswerten Texten.

Die Scheibe heisst Krokus. Gibt es im Laden, wenn man noch einen findet. Natürlich gibt es diese Musik auch online.

Die Lieder heißen:

77ste Liebe
Arbeiten
Fremdes
Brasilia
Wort ist das falsche Wort
Emma
Erster Erster
Ausstellung über das Glück
Krokusse
Snoopy T-Shirt
Sunrise
Das Leben ist schön
September Nowak

Ich glaube, das ist so eine Musik, die wird nicht alt. Eher im Gegenteil: je mehr man sie hört, umso besser wird sie. Hörprobe im Internet. Dafür kann man sogar die Beatles eine Weile vergessen.
Und das will schon was heißen 🙂

Erdmöbel: Krokus. 4698861 (Edel)

Ps.:
–> Krokus, der: Frühblüher, beliebte Gartenpflanze, Einwanderer, von daher Kosmopolit. Gibt einen Vorgeschmack auf den Sommer.

–> Erdmöbel, das: Sarg (auch gelegentlich Grabstein). Die Band Erdmöbel ist „eine in Münster gegründete und mittlerweile in Köln ansässige Band um den Sänger und Songwriter Markus Berges.“ [Zitat aus der deutschen Wikipedia]

Wer will, kann sich auch hier ein Bild machen: Krokus

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